Kulinarik Workshop: So schmeckt’s Außerfern

Veröffentlicht von Alexander Höfner am

KEM Naturparkregion Lechtal-Reutte und REA laden zum Kulinarikworkshop ein

Am Dienstag, den 10. Dezember, veranstalteten die Klima- und Energiemodellregion (KEM) und die Regionalentwicklung Außerfern (REA) in Zusammenarbeit mit der Agrarmarketing Tirol den Workshop „So schmeckt’s Außerfern“ in den Räumlichkeiten des Speckbachers in Reutte. Zahlreiche landwirtschaftliche Erzeuger, Gastronomen, Almwirte, Touristiker und Beherbergungsbetriebe aus der Region nahmen daran teil.

Inhalt des Workshops

Im Mittelpunkt des Workshops stand die Bedeutung der kleinstrukturierten Landwirtschaft im Außerfern. Dabei wurde die hohe Qualität der regionalen Produkte sowie die kurzen Wege zwischen Produzenten, Verarbeitern und Konsumenten als besondere Stärken hervorgehoben. Zu den diskutierten Themen zählten der Fachkräftemangel im Metzgerhandwerk, erfolgreiche Praxisbeispiele wie das „Osttiroler Frühstück“, innovative Marketingstrategien und Möglichkeiten zur Steigerung der regionalen Wertschöpfung.

Gruppenbild vom Kulinarikworkshop
Gruppenbild vom Kulinarikworkshop
Gute Gespräche beim Kulinarikworkshop
Gute Gespräche beim Kulinarikworkshop
Alle waren richtig motiviert
Alle waren richtig motiviert
Auch die Kulinarik kommt nicht zu kurz
Auch die Kulinarik kommt nicht zu kurz
Ideen präsentieren
Ideen präsentieren

Storytelling schafft Bewusstsein

Ein zentraler Aspekt war die Bedeutung von Geschichten hinter den Produkten. Immer mehr Gäste wollen wissen, woher ihr Essen stammt und wie es hergestellt wird. Diese Verbindung zwischen Landwirtschaft und Konsumenten schafft eine neue Ebene der Wertschätzung.

Andrea Friedle von der Kaiseralm veranschaulichte dies mit einer humorvollen Anekdote: „Der Hotelchef Norbert Obwegeser vom Hotel Post in Steeg erzählt seinen Gästen oft von unseren Tieren. Eines Tages standen ein paar Gäste bei mir auf der Alm, nachdem sie im Hotel einen Ochsen von uns gegessen hatten – Stier Engelbert. Sie fragten mich: ‚Wir haben das Herz von Engelbert gegessen, können wir sehen, wo er gelebt hat?‘ Ehrlich gesagt, war ich zunächst total überfordert. Aber nach einem ausführlichen Gespräch über unsere Arbeit und das Leben der Tiere waren sie begeistert. Am Ende war ich richtig froh, denn so entsteht echte Wertschätzung für die Landwirtschaft.“

Veranstalter zeigen sich zufrieden

Die Ergebnisse des Workshops verdeutlichten, wie wichtig es ist, regionale Produkte durch Storytelling aufzuwerten. Alexander Höfner von der KEM war mit dem Workshop sehr zufrieden: „Unsere kleinstrukturierte Landwirtschaft und Almwirtschaft sind zentrale Bestandteile der regionalen Identität. Die Geschichten hinter den Produkten schaffen eine besondere Verbindung zwischen Produzenten und Konsumenten. Genau solche Ansätze wollen wir mit diesem Workshop fördern.“ Auch Ursula Euler von der REA zog ein positives Fazit: „Der Workshop hat gezeigt, wie groß das Interesse an regionaler Wertschöpfung und hochwertigen Produkten ist. Wenn wir die Qualität und die Geschichten dahinter stärker betonen, bringen wir die Landwirtschaft den Menschen näher.“

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