Klimarückblick 2025: Was uns die aktuellen Klimadaten für das Außerfern zeigen!

Veröffentlicht von Klimaregion Außerfern am

Klimafakten Tirol 2025 auf einen Blick:

🌡️ Drittwärmstes Jahr der Tiroler Messgeschichte
🌡️ +2,4 °C über dem langjährigen Mittel
☀️ Rund 8 % mehr Sonnenschein als üblich
🌧️ 16 % weniger Niederschlag in Tirol
🌧️ Im Norden Tirols teilweise 25 % weniger Niederschlag
🔥 Juni 2025 war um 5,7 °C wärmer als das Klimamittel

Heiße Sommertage, trockene Wiesen, niedrige Wasserstände und immer längere Phasen ohne Regen – vieles davon haben wir im Außerfern in den vergangenen Jahren selbst erlebt. Was viele Menschen bereits beobachten, bestätigen nun auch die aktuellen Klimaberichte für Tirol und Österreich: Der Klimawandel ist längst bei uns angekommen.

Das Jahr 2025 war in Tirol das drittwärmste Jahr seit Beginn der Messungen. Die Durchschnittstemperatur lag um 2,4 °C über dem langjährigen Mittel. Besonders auffällig waren die Monate April, Juni, August und Dezember, die deutlich wärmer ausfielen als gewohnt. Der Juni war sogar um 5,7 °C wärmer als im Durchschnitt und zählt zu den heißesten Junimonaten der Tiroler Messgeschichte.

Gleichzeitig war 2025 außergewöhnlich trocken. Tirol erhielt rund 16 Prozent weniger Niederschlag als üblich. Besonders betroffen waren die Regionen nördlich des Inntals – dazu zählt auch das Außerfern. Hier fiel teilweise rund ein Viertel weniger Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt. Insgesamt war 2025 eines der trockensten Jahre der vergangenen Jahrzehnte.

Auch österreichweit setzte sich dieser Trend fort: 2025 war das achtwärmste Jahr der Messgeschichte und gleichzeitig eines der niederschlagsärmsten Jahre der letzten beiden Jahrhunderte. In allen Höhenlagen gab es deutlich weniger Niederschlagstage als im langjährigen Mittel.

Die folgende Grafik zeigt eindrucksvoll, wie sich Tirol in den vergangenen Jahrzehnten immer stärker in Richtung „warm und trocken“ entwickelt hat. Während früher kalte und niederschlagsreiche Jahre häufiger waren, verschiebt sich das Klima zunehmend in Richtung höherer Temperaturen und geringerer Niederschlagsmengen.

Abbildung 1: Lufttemperatur-Niederschlag- Diagramm platziert die einzelnen Jahre von 1961 bis 2025 (helle bis dunkle Punkte) ihrer Klimacharakteristik entsprechend zwischen relativ kalt (unten) und warm (oben) sowie relativ trocken (links) und feucht (rechts). Angegeben sind Flächenmittelwerte über Tirol als Absolutwerte und als Abweichungen vom Mittelwert des Bezugszeitraumes 1961–1990. Das Berichtsjahr ist rot hervorgehoben. Der Pfeil verfolgt die Verlagerung der laufenden 30-jährigen Mittelwerte von 1961–1990 bis 1996–2025

Was bedeuten diese Zahlen für das Außerfern?

Weniger Niederschlag bedeutet nicht nur trockene Böden. Es bedeutet auch mehr Stress für Wälder, Landwirtschaft und Gewässer. Pflanzen müssen längere Trockenphasen überstehen, während gleichzeitig heiße Tage häufiger werden. Für Gemeinden steigen die Herausforderungen bei der Wasserversorgung, der Begrünung von Ortszentren und beim Umgang mit den Folgen von Extremwetterereignissen.

Auch im Außerfern machen sich diese Entwicklungen bemerkbar. Längere Trockenperioden belasten Wälder und Böden, während Hitzeperioden häufiger auftreten. Gleichzeitig werden Wasserressourcen wertvoller und die Anpassung an neue klimatische Bedingungen gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Besonders deutlich wird die Entwicklung, wenn man nicht nur ein einzelnes Jahr betrachtet, sondern die langfristigen Trends. Für das Jahr 2025 wurde für Tirol eine Temperaturabweichung von rund +3,2 °C gegenüber der vorindustriellen Zeit berechnet. Damit liegt die Erwärmung unserer Region deutlich über dem weltweiten Ziel des Pariser Klimaabkommens, die Erderwärmung möglichst auf 1,5 °C zu begrenzen.

Die langfristige Temperaturentwicklung macht sichtbar, dass warme Jahre heute keine Ausnahme mehr sind. Was früher als außergewöhnlich galt, wird zunehmend zur neuen Normalität.

Abbildung 2: Langfristige Entwicklung der Jahreswerte der Lufttemperatur global und in Innsbruck von 1880 bis 2025. Dargestellt sind Abweichungen von den jeweiligen Mittelwerten des Bezugszeitraumes 1961–1990.

Gemeinsam klimafit in die Zukunft!

Die Klimadaten zeigen deutlich: Der Klimawandel ist keine ferne Zukunftsfrage mehr, sondern bereits Teil unseres Alltags. Wie gut das Außerfern mit Hitze, Trockenheit und Extremwetter umgehen kann, hängt davon ab, welche Maßnahmen wir heute setzen.

Mehr Bäume und Grünflächen in unseren Gemeinden, ein bewusster Umgang mit Wasser, die Entsiegelung von Flächen oder die Förderung naturnaher Lebensräume helfen dabei, unsere Region widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen.

Genau hier setzt die KLAR! Außerfern an. Gemeinsam mit Gemeinden, Betrieben, Schulen und der Bevölkerung arbeiten wir daran, die Region Schritt für Schritt an die veränderten klimatischen Bedingungen anzupassen.

Denn jede heute gesetzte Maßnahme ist eine Investition in die Lebensqualität von morgen – damit das Außerfern auch für kommende Generationen ein lebenswerter Raum bleibt.

https://www.klimafonds.gat/wp-content/uploads/2026/05/Klimarueckblick-Tirol-2025.pdf

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