Klimaregion Außerfern Newsletter

Veröffentlicht von Klimaregion Außerfern am

Es gibt wieder einen Newsletter aus der Klimaregion Außerfern!

Hier einige Auszüge:

Heute möchte ich Euch auf eine kleine good-news-Klimaschutz-Weltreise mitnehmen, bevor es auch ein paar Neuigkeiten aus Österreich und Tirol gibt. Nicht nur bei uns, auch an anderen Orten entstehen Lösungen, die zuversichtlich machen und von denen wir lernen können (auch wenn natürlich nicht alles 1:1 übertragbar ist). 

Zuerst mal geht es nach Südamerika. In Uruguay ist die Energiewende in vollem Gang. In den letzten Jahren ist der Ausbau der Erneuerbaren so weit fortgeschritten, dass der Strom im Land inzwischen zu 99% aus erneuerbaren Quellen kommt. Das Beispiel zeigt uns, denke ich, was möglich ist, wenn viele an einem Strang ziehen, aus welchen Gründen auch immer: ob das aus Idealismus passiert oder aus Notwendigkeit oder schlicht, weil das Geschäftsmodell so gut funktioniert.

Nächste Station Ostafrika: In Kenia, Tansania und Uganda fahren immer mehr Motorräder, Tuk-Tuks und sogar Busse elektrisch. Die Betriebskosten sinken um bis zu 50%, und das „Tanken“ funktioniert schnell und unkompliziert: Die Fahrer können ihre leeren Batterien in sog. Swapping-Stationen einfach gegen volle austauschen – schnell und günstig. Deutlich weniger Emissionen entstehen außerdem, da der Strom zu einem großen Teil aus erneuerbaren Quellen kommt. Transformation der Mobilität kann funktionieren!

Zurück nach Europa, konkret nach Großbritannien: Dort hat sich die Windkraft zu einer echten „Superkraft“ in der Energieversorgung entwickelt. Fast ein Drittel der elektrischen Energie im Land kommen aus Windparks, die zu einem großen Teil im Meer stehen; zeitweise hat Strom aus erneuerbaren Quellen im Vergleich zu Strom aus Kohle, Gas und Atomkraft die Nase vorn, und erneuerbare Energien decken insgesamt mehr als die Hälfte des britischen Strombedarfs. In Schottland wird zudem mit Wellenkraftwerken unter dem Meeresgrund an weiteren Zukunftstechnologien gearbeitet. 

Auch in Tirol bewegt sich viel.

Dieselbusse werden schrittweise gegen Elektrobusse ausgetauscht. Rund 40 E-Busse sind in Tirol bereits im Einsatz; im Zillertal werden sie als Wander – und Schibusse eingesetzt, in Serfaus bedienen sie den Lokalverkehr bis nach Landeck und sie pendeln auf der Strecke von Innsbruck nach Hall. Als nächstes sollen E-Busse in Kitzbühel und Seefeld fahren. Und auch der Regioflink im Außerfern ist elektrisch unterwegs. 

Im Bezirk Reutte wächst die Anzahl und die Leistung der Photovoltaik – Anlagen weiter. Mit Ende 2024 waren in der KEM 16.820 kWp installiert. Ende 2023 waren es 11.397 kWp, 2021 nur 2.834 kWp. Das ist eine beeindruckende Entwicklung über die vergangenen Jahre.

Und zum Abschluss unserer Reise ganz konkret vor Ort (vielen von Euch ist das natürlich schon bekannt – aber eine kleine Erinnerung schadet nie!): 

E-Car-Sharing ist auch im Reuttener Talkessel möglich. Ein Ferni steht am Sax-Parkplatz in Reutte, einer bei der Gemeinde in Lechaschau, ein dritter beim Autohaus Schweiger. Nähere Informationen zu Handhabung, Reservierung, Abrechnung etc. unter https://www.ferni.at/

So erfreulich diese Entwicklungen sind – zurücklehnen können wir uns noch nicht. Deshalb hier drei aktuelle Fördermöglichkeiten für Private:

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