Nachhaltige Mobilität
Was sind nachhaltige Mobilitätsformen?
In der Klima- und Energiemodellregion Lechtal-Reutte stehen nachhaltige Mobilitätslösungen im Vordergrund, um den hohen CO₂-Ausstoß im Mobilitätssektor zu senken. Dazu gehört der Ausbau der Elektromobilität, die Einführung des Ferni E-Carsharings sowie die Förderung von Fahrradverkehr und öffentlichen Verkehrsmitteln.
Warum nachhaltige Mobilität?
Nachhaltige Mobilität trägt nicht nur zur Senkung des CO₂-Ausstoßes bei, sondern wirkt sich auch positiv auf die eigene Gesundheit aus. Aktive Mobilitätsformen wie Radfahren oder zu Fuß gehen haben einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System. Durch die Abnahme des Verkehrslärms und durch bessere Luftqualität steigt die Lebensqualität der Bevölkerung.
Mobilitätsumfrage im Bezirk Reutte
Eine im Jahr 2022 von der KEM Naturparkregion Lechtal-Reutte gemeinsam mit der Regionalentwicklung Außerfern durchgeführte bezirksweite Mobilitätsbefragung dient als Grundlage für die Verbesserung der nachhaltigen Mobilität im Bezirk.
1.726 Umfrageteilnehmer*innen, davon 1.372 vollständig ausgefüllte Fragebögen erzielte die vom ehemaligen KEM-Manager Florian Strigl und dem ehemaligen Mobilitäts- und Standortmanager Alexander Höfner erstellte Mobilitätsumfrage im Bezirk Reutte. Die Teilnehmerquote in den Gemeinden betrug größtenteils 3 bis 5 Prozent. Vertreten waren dabei alle Bevölkerungsgruppen, lediglich bei den unter 18-jährigen und über 65-jährigen war der Anteil etwas geringer.
Modal Split
Die Umfrageergebnisse spielgeln die Dominanz des Autos im nordwestlichsten Bezirk Tirols wider. Basierend auf den Ergebnissen wurde der Modal Split erhoben. In Reutte und Umgebung (Planungsverband Reuttener Talkessel) liegt der Anteil des motorisierten Individualverkehrs mit 61,9 % (mIV) zwar deutlich unter dem Wert der Planungsverbände Lechtal, Tannheimer Tal und Zwischentoren mit 74,4 %. Verglichen mit dem österreichweiten Wert für periphere Bezirke, sind die Werte überdurchschnittlich hoch. Herhorzuheben ist der hohe Anteil an Radfahrer*innen in Reutte und Umgebung mit 22,3 %. Der Anteil der Personen die den öffentlichen Verkehr nutzen ist hingegen mit 2,0 % in Reutte und Umgebung und mit 4,1 % im restlichen Bezirk sehr gering. Zu Fuß zurückgelegte Wege werden mit 9-10 % angegeben. Im Gegensatz zu anderen peripheren Bezirken ist der Anteil der Mitfahrer*innen im motorisierten Individualverkehr mit 4,7 % (Reutte und und Umgebung) und 5,9 % (Lechtal, Tannheimer Tal & Zwischentoren) gering.
Die Ergebnisse des Modal Splits dienen als Grundlage für Handlungsempfehlungen für die KEM und relevante Akteure.

Mobiliätsmappe
KEM und REA haben eine Mobilitätsmappe für den Talkessel Reutte erstellt.