Maßnahmen Weiterführung (2024-2027)
Die Klima- und Energie-Modellregion (kurz: KEM) Lechtal-Reutte befindet sich nach Ablauf der Umsetzungsphase in der ersten Weiterführungsphase. Von Sommer 2024 bis Sommer 2027 sollen die im Folgenden gelisteten Maßnahmen des Weiterführungskonzepts umgesetzt werden. Die Maßnahmen wurden mit beteiligten Akteuren und der KEM Servicestelle abgestimmt. Der Fokus liegt dabei besonders auf den Schwerpunktthemen erneuerbare Energien, Mobilität und Nachhaltigkeit.
Übersicht
1 Ausbauinitiative erneuerbarer Strom, erneuerbare Energiegemeinschaften und gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen
Informationsveranstaltungen mit Gemeindevertreter:innen, lokalen und überregionalen EEG-Expert:innen, Gründer:innen bestehender EEGs, der Bevölkerung und Betrieben sollen den Know-how-Transfer im Bereich der Erneuerbaren Energiegemeinschaften stark ankurbeln. Die Gemeinden werden durch das MRM bei der Gründung einer EEG unterstützt. Zusätzlich wird ein Handbuch für die Gemeinden erstellt werden, um diese von der Gründung weg bis hin zur Inbetriebnahme tatkräftig zu unterstützen.
2 Sanierungsoffensive und Raus aus Öl und Gas
Die Erstellung einer Potentialstudie über die Geothermie-Nutzung soll wichtige Erkenntnisse über eine mögliche Nutzung dieses Energieträgers bringen. Zusätzlich soll die Ausarbeitung eines regionalen Energieleitbildes zur Erreichung der Energie- und Klimaziele von Tirol2050 durchgeführt werden. Als wichtige Initiative wird der Heizungstausch in der KEM forciert. Mittels Informationsveranstaltungen mit Best-Practice-Beispielen inkl. Sanierungswettbewerbe soll die Rate gesteigert werden.
3 Reduktion des Energie- und Ressourcenverbrauchs
Einerseits soll die Beleuchtungssituation bei den öffentlichen Gebäuden erfasst werden, andererseits die Energiedatenerfassung der gemeindeeigenen Gebäude auf alle teilnehmenden KEM-Gemeinden ausgeweitet werden. Durch Klimabilanzen bekommen die Gemeinden einen Überblick, in welchen Sektoren und Bereichen sie welche CO2-Emissionen verursachen. In weiterer Folge unterstützt das MRM die Gemeinden bei der Maßnahmenentwicklung zur Reduktion.
4 Mobilitätsalternativen zum Privat-PKW
Durchführung von Workshops bzgl. dem betrieblichen Mobilitätsmanagement sowie Bewerbung der Mobilitätsplattform bei weiteren Betrieben. Begleitung eines regionalen PRO-BYKE-Prozesses in Kooperation mit dem Klimabündnis Tirol. Aufbau eines Bike-, E-Lastenrad- und E-Scooter-Sharings. Ausweitung der Nutzergruppen und Vergrößerung der Ferni-Flotte in Zusammenarbeit mit dem Tourismus. Erstellung einer Infomappe zu den Mobilitätsalternativen zum Privat-PKW inkl. Fokus auf Neuzugezogene.
5 Nachhaltige Ferienregion, Kreislaufwirtschaft und Regionalität
Auf Basis des Österreichischen Umweltzeichens entwickeln wir gemeinsam mit den Tourismusverbänden und regionalen Partner:innen eine zukunftsfähige Ausrichtung. Ein Schwerpunkt liegt auf der Etablierung einer nachhaltigen Eventkultur mit einheitlichen Richtlinien und bewusstseinsbildenden Maßnahmen. Die Kreislaufwirtschaft soll durch Einführung der noamol-Boxen gestärkt werden, um Abfall zu reduzieren und Alternativen zum Wegwerfen zu schaffen. In den KEM-Gemeinden sollen nachhaltige Beschaffungsrichtlinien erarbeitet und mit Expert:innen abgestimmt werden. Großküchen werden bei der sukzessiven Umstellung auf regionale und nachhaltige Lebensmittel unterstützt.
6 Begleitende Öffentlichkeitsarbeit und vertiefte Bewusstseinsbildung
Es werden Clips mit dem Regionalfernsehen entwickelt und ausgestrahlt. Die Homepage wird ausgebaut. Einführung eines Newsletters für die drei Gruppen Gemeinden, Bevölkerung und Betriebe. Eine Social-Media-Kampagne wird gestartet. Einführung eines KEM-Stammtisches mit energie- und umweltspezifischen Themenfeldern inkl. Vorstellung Best-Practice-Projekte. Prüfung der Angebotsschaffung eines JUMP. Bei möglicher Umsetzung werden jährlich junge Menschen für das Thema eingesetzt.


