Maßnahmen Umsetzungsphase (2022-2024)
1 Ausbauinitiative Photovoltaik
1) Erhebung des Solarpotenzials von kommunalen
Dachflächen und Freiflächen
→ Katalog mit kommunalen Gebäuden liegt vor,
aus welchem Projekte generiert und initiiert werden
2) Prüfung und Bedarfserhebung für Beteiligungs-
möglichkeiten der Bevölkerung sowie Betriebe bei
PVA mit und ohne Stromspeicher inkl. Informierung
→ Beteiligungsmöglichkeiten liegen vor und wer-
den bei ersten Projekten bereits genutzt
3) Durchführung von Informationsveranstaltungen
und Förderberatung für Private und Betriebe zur
Neuinstallation oder Erweiterung von PVA mit und
ohne Stromspeicher
→ Ausbau von PVA mit und ohne Stromspeicher
wird vorangetrieben
2 Ressourcenpotenzial Biomasse
1) Prüfung der Machbarkeit einer kommunalen Bio-
massenahwärmeanlage (eventuell in der KEM-Ge-
meinde Forchach)
→ Ergebnisse der Machbarkeitsprüfung stehen zur
Verfügung und die weitere Vorgehensweise wird
entschieden
→ Die Erfahrungswerte sind auf andere Gemein-
den anwendbar
2) Grundlagenschaffung für Aufbau einer Logistik für
Hackschnitzel mit Trocknungsanlage zur Bekämp-
fung des Borkenkäferbefalls speziell in den Schutz-
wäldern
→ Die Kooperation mit der Bezirksforstinspektion
wurde gestärkt und die Basis für den Aufbau einer
Hackschnitzel-Logistik geschaffen.
3 Abnahmepotenzialanalyse und
Rahmenbedingungen Abwärmenutzung Industriebetriebe
Rahmenbedingungen Abwärmenutzung Industriebetriebe
1) Erhebung des Nutzungspotenzials aus Abwärme
von den lokalen Industriebetrieben (speziell die
Plansee Group in den KEM-Gemeinden Breiten-
wang/Reutte und Schretter & Cie in der KEM-Stadt-
gemeinde Vils bieten sich hierfür an)
→ Ergebnisse der Erhebung stehen zur Verfügung
und es erfolgt die Abstimmung mit weiteren Stake-
holderInnen wie den Standortgemeinden sowie die
Erhebung des Wärmeabnahmepotenzials
→ Eventuell können noch weitere Betriebe zur
möglichen Abwärmenutzung identifiziert werden
2) Abstecken und Aufzeigen der technischen und fi-
nanziellen, notwendigen Rahmenbedingungen,
welche als Entscheidungsgrundlage dienen
→ Im ersten Schritt gilt es eine Kooperation zwi-
schen den Gemeinden, Industriebetrieben, EVU
und WärmeabnehmerInnen zu schaffen. Die KEM
sieht sich als Vernetzungs- und Anlaufstelle, wel-
che versucht die Interessen und Meinungen aller Beteiligten dieses langfristigen Großprojektes zu-
sammenzutragen und die EntscheidungsträgerIn-
nen an einen Tisch zu bringen.
4 Energieeffizienzsteigerung von öffentlichen Gebäuden
1) Erfassung kommunaler Gebäude mit Fokus auf Be-
leuchtung, thermischer Sanierung und Heizsys-
teme
→ Katalog mit kommunalen Gebäuden liegt vor,
aus welchem Energieeffizienz- und Energieein-
sparprojekte generiert werden (siehe nächster
Punkt 2)
2) Durchführung von Energieeffizienzanalysen und
Ermittlung von Optimierungspotenzialen
→ Die Analysen führen zu kurz-, mittel- und lang-
fristigen Maßnahmenpakete, welche als Richtlinie
für Investitionen der KEM-Gemeinden zur Energie-
einsparung dienen
3) Grundlagenschaffung für die Einführung von Ener-
giebuchhaltesysteme in möglichst vielen KEM-Ge-
meinden
→ Anforderungen an eine Energiebuchhaltung,
Vorbereitung zur Auswahl eines Softwaresystems,
Möglichkeiten zur Ablesung und Erhebung sowie Priorisierung von Zählern, etc. wurden bestimmt
bzw. durchgeführt und in Gemeinden umgesetzt
→ Aufbauend auf diese Energieverbrauchsdaten
können aussagekräftige, auf gemessene Daten ba-
sierende Energieflussdiagramme und CO2-Bilan-
zen je KEM-Gemeinde erstellt werden.
5 Ausbau Elektromobilität und Ladeinfrastruktur
1) Prüfung der Ausweitung des in Reutte und
Lechaschau eingeführten E-Carsharings auf wei-
tere Gemeinden, die gemeinsame Nutzung der Bu-
chungsplattform und Akquise von Gemeinden
→ Die Ausweitung des E-Carsharing-Angebots und
weitere Faktoren wurden geprüft und es beteiligen
sich weitere Gemeinden
2) Prüfung und Bedarfserhebung von Ausweitungs-
möglichkeiten des E-Carsharings auf weitere Nut-
zergruppen, wie Betriebe und touristische Nutzung,
sowie die Erhebung geeigneter Standorte für zu-
sätzliche Ladeinfrastruktur und Stellplätze
→ Es wurden die Ausweitungsmöglichkeiten erho-
ben und daraus eine Entscheidungsgrundlage für
Betriebe und touristische Nutzung geschaffen; Zu-
sätzlich wurde eine Karte mit passenden Stellplät-
zen und zum Ausbau der Ladeinfrastruktur erarbei-
tet
3) Organisation und Durchführung von E-Mobilitätsta-
gen für die Bevölkerung mit Testmöglichkeiten von
E-KFZ für BürgerInnen und E-Mopeds für Jugend-
liche
→ Die Bevölkerung wurde durch die durchgeführ-
ten E-Mobilitätstage rund um die Thematik E-Mobi-
lität sensibilisiert und es konnte wichtige Bewusst-
seinsbildung betrieben werden
6 Verbesserung der Radweginfrastruktur undStärkung des Radverkehrs
1) Analyse der Radweginfrastruktur und Ausweitung
der PROBYKE-Beteiligung
→ Katalog mit Verbesserungsmaßnahmen vor al-
lem in Hinblick auf Alltagsradverkehr und mit Fokus
auf Verkehrssicherheit und Radabstellanlagen (betreffen im Speziellen die Talkesselgemeinden)
2) Untersuchung des bestehenden Lech-Radwegs
auf Verbesserungsmaßnahmen und Prüfung/Vor-
bereitung der Errichtung einer Radwegerhaltungs-
gemeinschaft, welche sich aus allen wichtigen Sta-
keholderInnen zusammensetzt
→ Verbesserungsmaßnahmen des Lech-Radwegs
wurden ermittelt und eine Radwegerhaltungsge-
meinschaft gebildet
7 Wärmewende bei privaten Gebäuden und
Tourismusbetrieben
Tourismusbetrieben
1) Organisation und Durchführung von Informations-
veranstaltungen für heimische Unternehmen im
Bau- und Baunebengewerbe
→ Kernkompetenzen in den Themen erneuerbare
Energien und Energieeffizienz werden forciert
2) Organisation und Durchführung von Informations-
veranstaltungen, wie „Häuslbauer“-Abende für die
Bevölkerung für den Aufbau von Netzwerken mit
ProfessionistInnen und Banken
→ Schaffung von Bewusstsein für eigenverantwort-
liche Maßnahmen in der Bevölkerung
3) Schaffung von Strukturen in den Gemeinden zur
fachlichen Unterstützung von z.B. Bauausschüs-
sen und Raumplanung durch Informationsveran-
staltungen sowie Schulungen
8 Potenziale kommunaler Klein- undTrinkwasserkraftwerke und Optimierung bestehender Anlagensowie nachhaltigere Wasserbewirtschaftung
1) Überprüfung der bestehenden Klein- und Trinkwas-
serkraftwerke im Hinblick auf Verbesserungs- und
Revitalisierungspotenziale
→ Eine Übersicht und Status quo der bestehenden
Klein- und Trinkwasserkraftwerke liegt vor, die Po-
tenziale werden ermittelt und erste Maßnahmen
werden in Folge umgesetzt (siehe Arbeitspaket 2).
2) Durchführung von Kosten-Nutzen-Analysen basie-
rend auf den abgeleiteten Optimierungsmaßnah-
men aus Arbeitspaket 1)
→ Die technisch, wirtschaftlich und sozial mögli-
chen Maßnahmen werden eruiert.
3) Prüfung und Grundlagenschaffung für die Umset-
zung eines interkommunalen Trinkwasserverbun-
des in den Talkesselgemeinden
9 Mikro-ÖV und umweltschonende
Mobilitätsalternativen
Mobilitätsalternativen
1) Analyse des Alltagsverkehrs in den Talkesselge-
meinden mit Fokus auf die Marktgemeinde Reutte.
(Miteinbindung TVB Naturparkregion Reutte sowie
VVT)
Zusätzlich soll eine Bedarfserhebung von größeren
Betrieben bzw. ArbeitgeberInnen im Bereich des
Pendlerverkehrs durchgeführt werden.
2) Entwicklung bedarfsorientierter Mobilitätsalternati-
ven wie z.B. Anrufsammeltaxi, Mitfahrbörsen und
-bankl sowie Carsharing-Angebote
10 Öffentlichkeitsarbeit undBewusstseinsbildung für Energieeffizienz und Klimaschutz
1) Die Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit
werden durch Presseberichte und Artikel für Ge-
meindezeitungen (z.B. eigene KEM-Beilage) sowie
durch Nutzung der Regionalmedien betrieben.
2) Erstellung und Betrieb einer KEM-Homepage so-
wie Präsenz der KEM in sozialen Medien (Face-
book, YouTube, WhatsApp und Instagram)
3) Aufbau einer engen Kooperation mit dem Regional-
fernsehen RE Eins TV und Produktion von Filmbei-
trägen
4) Organisation und Durchführung von Informations-
veranstaltungen für jeweils mehrere Gemeinden
(unter anderem für die Vorstellung des genehmig-
ten Umsetzungskonzeptes, Klimaschutzaktivitäten
und zur Vernetzung der Bevölkerung mit Professio-
nistInnen bzw. ExpertInnen in Bereich der Energie-
effizienz und des Klimaschutzes
5) Organisation und Durchführung von Schulexkursio-
nen für Kinder/Jugendliche zu heimischen Infra-
struktureinrichtungen (z.B. Wasserkraftwerk, Klär-
anlage, Trinkwasserversorgung etc.)