Energiedaten Bezirk Reutte
Im Rahmen des KEM-Umsetzungskonzepts wurde basierend auf einer Studie der Elektrizitätswerke Reutte die Energie- und Versorgungssituation im Bezirk Reutte analysiert.
Das Ziel der KEM ist es, sowohl den Anteil der erneuerbarer Energien als auch die Energieautarkie zu erhöhen.
Endenergieverbrauch
Der Endenergieverbrauch für den Bezirk Reutte wurde mit rund 1.224 GWh/a bezifferrt. Für die KEM wurde der Anteil basierend auf der Einwohnerzahl berechnet. Der Endenergiebedarf der KEM beträgt rund 783,4 GWh. Davon werden 575,5 GWh (73,5 %) importiert und 207,9 GWh (26,5 %) im Bezirk Reutte erzeugt.
Betrachtet man den gesamten Endenergieverbrauch von 783,4 GWh, werden derzeit 52,9 % durch fossile Energieträger wie Öl und Erdgas gedeckt. Weitere 12,2 % stammen aus importierter elektrischer Energie. Der Anteil erneuerbarer Energien liegt bei 34,9 %. Das Ziel der Gemeinden und der KEM ist es, diesen Anteil signifikant zu erhöhen.

Energieimporte
Die Energieimporte betragen 575,5 GWh pro Jahr, das sind 73,5 % des Gesamtbedarfs. Fast drei Viertel werden durch fossile Energieträger gedeckt. Davon entfallen 42,0 % auf Öl, 23,8 % auf Erdgas und 6,3 % auf Kohle. Zusätzlich müssen 11,4 % aus Biomasse/Energieholz und 16,5 % an elektrischer Energie importiert werden.

Energieeigenerzeugung
Insgesamt werden 207,9 GWh pro Jahr, also 26,5 % des gesamten Energiebedarfs der KEM, aus regionalen und erneuerbaren Quellen gewonnen. Der größte Teil stammt mit 158,4 GWh pro Jahr (76,2 %) aus Wasserkraft. Biomasse liefert mit 33,3 GWh pro Jahr (16 %) den zweitgrößten Anteil, davon 33 GWh aus Energieholz und 0,3 GWh aus Klärgas. Solarthermie, Umweltwärme und Photovoltaik tragen zusammen 16,2 GWh pro Jahr (7,8 %) bei.
