Erste Tropennacht in Reutte: Frage der Zeit?

Veröffentlicht von Alexander Höfner am

Während Tropennächte, also Nächte, in denen die Temperatur zwischen 18 und 6 Uhr nicht unter 20 Grad sinkt, im Inntal im Sommer bereits zum Alltag gehören, wird auch das Außerfern sich in Zukunft darauf einstellen müssen. In der Nacht vom 11. auf den 12. August 2024 fiel die Temperatur an der Messstation der GeoSphere Austria (ehemals ZAMG) in der Lüss nur kurzzeitig unter 20 Grad – und das auch erst gegen 5 Uhr morgens, mit einem Tiefstwert von 19,4 Grad. Auffällig ist die Zunahme warmer Nächte in den letzten 10 Jahren. Bis 2010 gab es keine einzige Nacht mit einer Temperatur über 19 Grad. Seitdem gab es fünf Nächte, die einer Tropennacht nahekamen, doch so knapp wie in diesem August war es noch nie. Angesichts des Klimawandels scheint die erste Tropennacht in Reutte also nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

Tipps für ein kaltes Schlafzimmer

Bild: DALL-E

Für viele bedeuten die hohen Temperaturen bereits heute schlaflose Nächte. Um das Schlafzimmer kalt zu halten, sollte man die Fenster tagsüber geschlossen halten und das Zimmer mit Fensterläden, Rollos oder schweren Vorhängen abdunkeln, um die Hitze draußen zu halten. Nachts, wenn die Außentemperatur sinkt, sollte man die Fenster weit öffnen, insbesondere in den frühen Morgenstunden, um frische Luft hereinzulassen. Leichte Baumwoll- oder Leinenbettwäsche ist ideal, da sie atmungsaktiv ist und hilft, die Körpertemperatur zu regulieren.

Ein Ventilator kann ebenfalls helfen, die Luft im Raum zu zirkulieren. Ein einfacher Trick: Man stellt eine Schale mit Eis oder kaltem Wasser vor den Ventilator, um einen kühlenden Effekt zu erzielen. Zusätzlich kann eine lauwarme oder kühle Dusche vor dem Schlafengehen dazu beitragen, die Körpertemperatur zu senken und ein angenehmes Schlafgefühl zu schaffen. Außerdem wird empfohlen feuchte Tücher oder Laken vor das offene Fenster zu hängen, damit das verdunstende Wasser der Luft Wärme entzieht und den Raum auf natürliche Weise abkühlt. Zudem sollte man alle unnötigen elektrischen Geräte ausschalten, da diese Wärme erzeugen und den Raum zusätzlich aufheizen.

Langfristige Verbesserung des Mikroklimas

Langfristig kann vor Allem die Entsiegelung von asphaltierten Bereichen und die Begrünung von Flächen oder das Pflanzen von Bäumen helfen, die Auswirkungen der Hitze zu mildern und das Mikroklima zu verbessern.

Die KLAR! bietet eine kurze Übersicht zu den Auswirkungen des Klimawandels auf den Bezirk Reutte.

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